Infos rund um die Ausbildung

zum/zur Tourismuskaufmann/-frau für Privat- und Geschäftsreisen

Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
Ausbildungsart: Duale Ausbildung in der Reisebranche (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

 

Für eine duale Ausbildung gibt es keine gesetzlich geregelten Zugangsvoraussetzungen. Jedes Unternehmen stellt je nach Ausbildungsberuf individuelle Bedingungen für Bewerbungen und Einstellung auf. Das (Fach-)Abitur ist eine gute Voraussetzung für den Start in die Touristik. Reisebüros stellen aber auch gerne Auszubildende mit einem mittleren Schulabschluss ein.

Für die Arbeit im Bereich Tourismus solltest du generell folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Interesse an fremden Ländern, Kulturen und der Touristikbranche
  • Gutes Zahlenverständnis
  • Spaß im Umgang mit dem Internet und IT-Systemen
  • Fähigkeit zum Planen und Organisieren
  • sprachliches Ausdrucksvermögen und gute Umgangsformen
  • Überzeugungsfähigkeit und Offenheit für Menschen
  • Freude am Verkauf

Hinzu kommt, dass Tourismuskaufleute oft mit ausländischen Partnern oder Touristen zusammenarbeiten. Vor diesem Hintergrund sind gute Englisch-Kenntnisse und im Idealfall eine weitere Fremdsprache wie Französisch oder Spanisch sehr hilfreich. Gute Geografiekenntnisse sind ebenfalls von Vorteil.

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit genannt. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.

  • Interesse an kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeiten
    (z. B. Verhandeln und Einkaufen von Reisedienstleistungen, Kalkulieren von Angeboten für Pauschalreisen, Berücksichtigen von Dienstleistungs- und Servicequalität bei der Produkt- und Leistungserstellung, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen)
  • Interesse an sozial-beratenden Tätigkeiten
    (z. B. umfassendes Beraten von Kunden über geografische, klimatische und ökologische Gegebenheiten von Destinationen, geduldiges Ermitteln und Eingrenzen von Kundenwünschen im Beratungsgespräch)
  • Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeiten
    (z. B. Erfassen und Bearbeiten von Geschäftsvorgängen und Belegen unter Berücksichtigung betrieblicher und rechtlicher Regelungen)

Du arbeitest außerdem gerne im Team, bist belastbar und flexibel? Dann ist eine Ausbildung in der Tourismusbranche genau das Richtige für dich. Wirf gleich einen Blick in die QTA Jobbörse und finde deinen Ausbildungsplatz.


Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen planen den Ablauf von Urlaubs- oder Geschäftsreisen. Sie organisieren Individual- und Pauschalreisen und arbeiten dabei mit Verkehrsbetrieben und anderen Leistungsträgern im Tourismus zusammen. In der Reisevermittlung beraten sie ihre Kunden zu Urlaubs- und Geschäftsreisen, ermitteln Reiseverbindungen und Übernachtungsmöglichkeiten zu den gewünschten Terminen. Dabei erledigen sie kaufmännische und verwaltende Aufgaben: Sie kalkulieren Reisepreise, erstellen Kundenangebote und Kundenrechnungen bzw. Reisekostenabrechnungen. Sie nehmen Kundenbuchungen entgegen, reservieren dementsprechend z.B. Flüge, Hotelzimmer oder Mietautos und beschaffen ggf. Reisedokumente. Sie überwachen die Zahlungseingänge und bearbeiten Stornierungen und Reklamationen. Darüber hinaus entwickeln und planen sie Marketingmaßnahmen und setzen diese um.

 

Beschäftigungsbetriebe:
Tourismuskaufleute für Privat und Geschäftsreisen finden Beschäftigung in erster Linie:
• in Reisebüros
• bei Geschäftsreisenservices

Arbeitsorte:
Tourismuskaufleute für Privatund Geschäftsreisen arbeiten in erster Linie:
• in Büros
• am Kundenschalter

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.
In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.
Im Jahr 2017 gab es 1.878 Ausbildungsanfänger/innen.

65 Prozent der zukünftigen Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen verfügten über die Hochschulreife , 29 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss . Vier Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss , ein Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen.

Anforderungen:
• Kaufmännisches Denken, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen (z.B. Reisedienstleistungen mit Fluggesellschaften verhandeln und an Kunden verkaufen)
• Sorgfalt (z.B. beim Kalkulieren von Preisen)
• Kommunikationsfähigkeit und Kundenund Serviceorientierung (z.B. Kunden umfassend über touristische Leistungen beraten)
• Kontaktbereitschaft und Interkulturelle Kompetenz (z.B. auf immer neue Kunden am Beratungsschalter eingehen, kulturelle Besonderheiten bei der Zusammenarbeit mit Hotels im Ausland berücksichtigen)
• Organisatorische Fähigkeiten (z.B. Geschäftsreisen organisieren)

Schulfächer:
• Mathematik (z.B. für die Kalkulation von Reiseangeboten)
• Wirtschaft (z.B. für das Überwachen von Zahlungseingängen)
• Englisch (z.B. für die Kommunikation mit ausländischen Beherbergungsunternehmen und Fluggesellschaften)
• Deutsch (z.B. für die Beratung von Kunden)

 

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

• 1. Ausbildungsjahr: € 797
• 2. Ausbildungsjahr: € 908
• 3. Ausbildungsjahr: € 1.052

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessern

Eine gute Startposition können sich angehende Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben. Als Zusatzqualifikationen kommen insbesondere in der Ausbildung nicht gewählte Wahlqualifikationseinheiten infrage.

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen vor allem in Reisebüros und bei Geschäftsreiseservices.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Tourismus bis hin zu Kundenservice.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.
Naheliegend ist es, die Prüfung als Tourismusfachwirt/in abzulegen.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Tourismusmanagement erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Reisebüro, einem Geschäftsreisenservice oder als Reiseveranstalter.

*Quelle: Bundesagentur für Arbeit